Massentierhaltung
Unter der Massentierhaltung, treffender auch als Intensivtierhaltung bezeichnet, versteht man die Haltung zahlreicher Tiere auf engstem Raum unter zumeist widrigsten Bedingungen. Ziel der Intensivtierhaltung ist die Produktion tierischer Erzeugnisse wie Fleisch, Milch und Eier zu einem möglichst niedrigen Kostenaufwand. Nur so ist es den Supermärkten möglich, die genannten Erzeugnisse für den Verbraucher zu Tiefstpreisen anzubieten.
Um die Kosten zu senken, werden die Tiere nicht nur möglichst zusammengepfercht gehalten, oftmals wird auch auf Beschäftigungsmöglichkeiten, artgerechtes Futter, Einstreu sowie auf tierärztliche Versorgung verzichtet. Aufgrund der nicht artgerechten Haltung entwickeln viele Tiere Verhaltensstörungen und verletzen einander gegenseitig. Um Letzteres zu verhindern, bedienen sich die Betriebe oftmals umstrittener Methoden wie z. B. dem Kürzen der Schnäbel bei Puten, dem Ausbrennen der Hörner bei jungen Rindern sowie dem Abschneiden der Schwänze bei Schweinen. Tiere, die aufgrund der Haltungsbedingungen vor der Schlachtung versterben, werden entsorgt.
Ein weiteres Merkmal der Massentierhaltung ist die Hochleistungszucht. Die Tiere werden so gezüchtet, dass ihr Körper wesentlich mehr Fleisch, Milch, Eier oder Nachkommen produziert, als es von der Natur vorgesehen wäre. Das Tier als Individuum zählt nicht.
Aus diesem Grunde wird seit Jahren Kritik an der Massentierhaltung laut und immer mehr Verbraucher verzichten bewusst auf Erzeugnisse aus diesen Betrieben. Um die Massentierhaltung langfristig zu beenden, müsste es für Landwirte jedoch deutlich mehr finanzielle Förderungen geben.