Blutwurst
Blutwurst besteht, wie der Name es bereits nahelegt, zum größten Teil aus gekochtem Schweineblut. In heutigen Produkten sind meist 20 % bis 40 % Blut enthalten. Weitere Bestandteile sind Speck, Schweinefleisch, Zwiebeln und Gewürze, die je nach Rezeptur des jeweiligen Herstellers variieren können. Die herzhafte Wurstspezialität ist von schnittfester Konsistenz und hat eine dunkelrote bis braunschwarze Farbe.
Die Blutwurst zählt zu den traditionsreichsten und ältesten Wurstsorten weltweit. In früheren Zeiten war es eine Selbstverständlichkeit, ein geschlachtetes Tier komplett zu verwerten. Bereits in der Antike stellte man daher aus dem Blut von Schlachttieren Blutwurst her. Heute erfreut sie sich noch immer großer Beliebtheit. Mittlerweile gibt es neben der klassischen, schnittfesten Blutwurst auch zahlreiche streichfähige Varianten. Darüber hinaus ist die Blutwurst längst nicht nur als Brotbelag beliebt, sondern hat längst Einzug in die Gourmetküche gefunden.
Vor der Erfindung des Kühlschranks wurde die Blutwurst bevorzugt zur traditionellen Schlachtzeit im Herbst und Winter hergestellt. Je kälter es draußen war, desto geringer war das Risiko, dass sie verdarb. Auch wenn es heute natürlich adäquate Kühlmöglichkeiten gibt, sollte eine angeschnittene Blutwurst innerhalb von 4 bis 5 Tagen verzehrt werden.
Blutwurst ist zwar sehr fett- und kalorienreich, weshalb man sie nur in Maßen verzehren sollte. Aber dafür liefert sie zahlreiche wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, Vitamin B12 und Eisen. Eisen und Vitamin B12 sind für die Blutbildung sowie für die Aufrechterhaltung eines gesunden Energiestoffwechsels unerlässlich. Eiweiß ist ein wichtiger Baustein der Muskeln und Nerven.